Das Jobcenter Kreis Unna hatte Hartz IV Betroffene sowie Bezieher des Arbeitslosengeld Eins an den Internetversandhändler Amazon vermittelt. Bis zu 2000 Menschen sollten für das Unternehmen saisonbedingt arbeiten, um bei der Auslieferung im Vorweihnachtsgeschäft auszuhelfen. Das Brisante: Die Vermittelten sollten zunächst zwei Wochen ohne Vergütung im Rahmen eines Praktikums arbeiten (wir berichteten). In dieser Zeit hatten die Betroffenen lediglich einen Anspruch auf Fahrtkosten und Hartz IV. Erst danach sollte entschieden werden, ob eine Kurzzeitbeschäftigung erfolgt. Wohlgemerkt sollten fast alle vermittelten Arbeitnehmer nur solange bei Amazon arbeiten, bis das Weihnachtsgeschäft vorüber ist. Und der Lohn hätte noch nicht einmal bei den Meisten ausgereicht, sie hätten weiterhin aufstockende Hartz IV Leistungen beantragen müssen.
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