Die Vorsitzende des…
Die Vorsitzende des Sachverständigenrates vertritt in der Öffentlichkeit Einschätzungen, die nicht von ökonomischer Sachkenntnis sondern von parteipolitischer Voreingenommenheit zeugen.
In der WeLT wird sie mit der Aussage zitiert "Selbst wenn die ölexportierenden Länder ihr Öl weltweit billiger vermarkten, heißt das nicht, dass sie insgesamt mehr fördern als bisher, der Klimaschaden wird also nicht größer.“ H.W. Sinn hatte jedoch darauf hingewiesen, dass Ölstaaten, die ihren Staatshaushalt mit Öleinnahmen finanzieren müssen, wenn die Preise sinken mehr Öl verkaufen müssen, um damit ihr Staatsbudget zu finanzieren. Der Effekt ist aus der Arbeitsmarkttheorie bekannt und wird "Working-Poor-Effekt" genannt. Frau Schnitzer verschweigt aber dieses Problem.
Ebenso hat sie behauptet die Produktion der Ölstaaten "werde vielmehr geringer, wenn man ihnen alternative Erwerbsquellen anbiete, beispielsweise den Export von Wasserstoff". Dabei hat sie nicht erklärt, wo diese billige Wasserstoff herkommen soll. CO2-freier Wasserstoff ist derzeit sehr viel teurer als Öl.
Sie hat außerdem behauptet das "Verbrennerverbot schade zudem nicht der deutschen Autoindustrie". Dabei ist nicht die Verbrennertechnologie das Problem, sondern die Emission des in fossilem Treibstoff enthaltenen CO2. Die Emission von CO2 kann ökonomisch effizient über Steuern oder Zertifikate reguliert werden.

