Achtung Dubiose machenschaft
Wir haben unser Auto bei Kleinanzeigen inseriert. Es hat nicht lange gedauert, bis sich ein sehr sympathischer Mann gemeldet hat. Im Gespräch klang zunächst alles seriös und es wurde uns viel versprochen.
Was mir jedoch schnell aufgefallen ist: Während des gesamten Chats(email) wurde immer wieder darauf bestanden, dass ich mit „OK“ oder „Alles klar“ antworte. Ich habe allerdings deutlich mehr geschrieben und zusätzlich festgehalten, was tatsächlich besprochen wurde.
Irgendwann kam mir die ganze Sache merkwürdig vor. Deshalb habe ich unseren Rechtsanwalt um Rat gefragt. Sein Ergebnis: Der angebliche „Kaufvertrag“, der über den Chat(email) zustande kommen soll, ist nach seiner Einschätzung nicht rechtsgültig, da wichtige Angaben fehlen – unter anderem ein vollständiges Impressum und weitere rechtlich erforderliche Informationen.
Als ich den Verkäufer darauf ansprach, bekam ich lediglich die Antwort: „Du hast es gelesen und bestätigt.“ Darauf habe ich erwidert, dass es sich dabei nicht einmal um einen ordentlichen Kaufvertrag handelt und dieser offenbar auch gar nicht speziell für Privatpersonen ausgelegt ist.
Daraufhin meinte er nur, der Vertrag sei gültig. Nun bleibt abzuwarten, ob die Person überhaupt zum vereinbarten Termin erscheint oder ob es tatsächlich zu einem Rechtsstreit kommt.
Aus Vorsicht habe ich den Vorfall außerdem der Polizei gemeldet. Dort wurde mir mitgeteilt, dass gegen die betreffende Firma bereits mehrere Verfahren laufen sollen.
Mein Rat: Seid bei solchen Angeboten vorsichtig. Lasst euch nicht unter Druck setzen, „OK“ oder „Alles klar“ zu schreiben, und prüft Verträge genau. Im Zweifel lohnt sich der Gang zu einem Rechtsanwalt, bevor man etwas unterschreibt oder bestätigt.








