12jähriger Schatzbrief für eine Rentnerin Ü60
Gewünscht war ein sicheres, kurzfristig verfügbares Anlageprodukt mit möglichst hoher Verzinsung über 5 Jahre (ggf. länger). Verkauft wurde mir statt dessen ein mittel- bis längerfristiger, 12-jähriger Vertrag mit 4,3% Zinsen und späterer Renten- oder Einmalauszahlung.
Rein rechnerisch müßte ich über 100 Jahre alt werden, um die lebenslage Rente auf die eingezahlte, bzw. erwirtschaftete Summe zu erreichen.
Die Abschlußgebühren wurden direkt von der Einlage abgezogen, verzinst wird somit nur der Restbetrag.
Nach einem Jahr lag die Rendite bei gerade 0,27%.
Bei Kündigung werden von diesem "erwirtschafteten" Betrag noch 25% Kapitalsteuern + Solidaritätszuschlag abgezogen, was den Auszahlungsbetrag weiter mindert.
Ein Teil der Steuern kann zwar über die Steuererklärung angerechnet werden, führt aber lediglich zu einer Verrechnung und nicht zu einer zusätzlichen Auszahlung.
Auch das wurde mir so nicht verständlich erklärt; es wurde lediglich gesagt: Das Finanzamt erhalte zunächst 25% und die Hälfte davon bekäme ich später zurück.
Das entscheidende wurde im Beratungsgespräch nicht klar kommuniziert: Kosten, Bindung und Widerrufsfrist spielten praktisch keine Rolle bzw. wurden verharmlost (im Gegenteil zu den Unterlagen).
Finja bestreitet die schlechte Beratung, der Vertrag sei "korrekt abgeschlossen". Die App, in der alle Unterlagen liegen, funktioniert zudem unzuverlässig.
Faktisch bleibt: Nach einem Jahr bekäme ich bei Kündigung ungefähr die Einlage zurück - während der Vermittler bereits seine Provision erhalten hat.







