Absoluter Nepp.
Absoluter Nepp.
Die Fahrschule Stiffel, in einem alten Miethaus in einem Hinterhof der Berliner Straße in Cottbus untergebracht, veräppelt ihre Kunden. Es werden Zusagen gemacht, die nach Vertragsunterzeichnung nicht mehr eingehalten werden.
Das Nicht-Einhalten der Zusagen wird nicht einmal mit Freundlichkeit oder Hilfsargumenten kaschiert, sondern mit absoluter Unverschämtheit verkündet. Auf Emails wird grundsätzlich nicht geantwortet. Bei vor Ort Beschwerden werden die Mitarbeiter sogar patzig und respektlos.
Das Geschäftsmodell der Fahrschule lässt sich vereinfacht folgend darstellen: der Verkauf des sehr profitablen Theorie-Part wird forciert. Der Theorie-Part beschränkt sich auf das schnelle Ablesen von Folien einer Power-Point Präsentation des Degener-Verlags. Bei genug Schülern bringt das einen Stundensatz von 600 Euro. Der lästige praktischer Teil mit geringeren Deckungsbeitrag gibt man gerne ab. Es werden bewusst mehr Schüler für den theoretischen Part angenommen, als Kapazitäten für den folgenden praktischen Part tatsächlich vorhanden sind. Der praktische Teil erstreckt sich dann nicht über Wochen, sondern über Halbjahre. Es kommt zwingend zu Engpässen und zur Schüler, die nach der Theorieprüfung verzweifelt Fahrschule wechseln. Um dieser Konstruktion noch einen Turbo zu geben, verweigert die Fahrschule Fahrstunden zu geben, bevor der Schüler nicht die Theorieprüfung absolviert hat. So beziehen sich die zahlreichen schlechten Bewertungen in diesem Portal gerade auf die extrem langen Wartezeiten bzw. Kurszeiten.
Diese Kenntnis über den notorischen Engpass an Kapazitäten für den praktischen Unterricht bei der Fahrschule Stiffel entlarvt die vor Vertragsunterzeichnung gemachte Zusage als vorsätzliche Täuschung. Dies wiederum verrät über den Charakter der Inhaberin Bianca Stiffel mehr, als diese von sich preisgeben möchte.
Die Rezensionen in diesem Portal, die ich eigentlich vor Vertragsschluss hätte lesen müssen, berichten über diese Umstände. Über 50 bemängeln die lächerlich langen Kurszeiten, 15 mal wir von „belügen“ geschrieben, zwei nennen das offen beim Wort: „Betrug“.
Festzustellen ist, das beim Inhaberwechsel von Vater auf Tochter, die Masche die gleiche geblieben ist: die Fahrschule nimmt für den Theorieunterricht alle auf, wissend, nicht die Kapazitäten zu haben, anschließend den praktischen Unterricht zu gewährleisten. Nach bestandene Theorieprüfung werden dann die Fahrschüler „nachlässig“ behandelt (einige berichten von Anschreien und rassistische Bemerkungen), in der Hoffnung, einige würden Kündigen und die Schule wechseln. Es bleiben dann nur die gutgläubigen, leidensresistenten Fahrschüler übrig, die dann im Bewertungsportal von ihrer halbjährigen Odyssee berichten.
Dennoch, bei Kündigung ist die Fahrschule nicht in der Lage auf Anhieb korrekt unterzeichnete Ausbildungsnachweise auszuhändigen. Das liegt, glaube ich, nicht an Böswilligkeit, sondern einfach am Unvermögen. Letztendlich muss man damit rechnen, dem Ausbildungsnachweis hinterherlaufen zu müssen.
Man sollte dem eigenen Gefühl, das man beim erstmaligen Betreten dieser Fahrschule von Ambiente und Menschen instinktiv bekommt, treu bleiben und sofort wieder kehrtmachen.


