Dieses „Sanctuary“ hatte nichts mit einem Tierschutz- oder Rettungszentrum zu tun!!!
Die Airboat-Tour selbst war wirklich toll: Unser Guide war sehr freundlich, hat viel spannendes Wissen über die Everglades und ihre Tierwelt vermittelt, und wir konnten Alligatoren in freier Wildbahn sehen – ein echtes Highlight.
Was mich jedoch tief enttäuscht und schockiert hat, war der angeschlossene “Animal Sanctuary”-Teil. Dieses „Sanctuary“ hatte nichts mit einem Tierschutz- oder Rettungszentrum zu tun, wie es der Name suggerieren mag. Im Gegenteil: Es wirkte eher wie ein trauriger Zoo mit sehr kleinen, lieblosen Käfigen – ohne jeglichen Anspruch auf Artgerechtigkeit.
• Zwei ausgewachsene Tiger lebten in einem viel zu kleinen Gehege ohne Bäume, Rückzugsorte oder Abwechslung. Einer hechelte stark wegen der Hitze.
• Ein einsamer Otter saß in einem schmutzigen, kleinen Gehege mit kaum Wasser und wenigen Spielmöglichkeiten – offensichtlich unterfordert und gelangweilt.
• Alligatoren und Krokodile vegetierten in winzigen, teilweise schmutzigen Gehegen mit kaum Schatten oder Wasser vor sich hin.
• Zusätzlich konnten Besucher kleine Alligatoren streicheln und halten, die vorher offenbar in einer Kiste mit Wasser gelagert wurden.
• In einer “Tiershow” musste ein Krokodil zur Unterhaltung herhalten – das hat mit Aufklärung nichts zu tun, sondern mit Tierausbeutung zur Bespaßung.
Ich hätte mir gewünscht, dass dieser Ort seinem Namen gerecht wird – als Schutzort für Tiere. Stattdessen hatte ich das Gefühl, dass hier Tiere ihres natürlichen Lebens beraubt und in engen Käfigen ausgestellt werden – ohne Rücksicht auf ihre Bedürfnisse.
Wer sich wirklich für Tiere interessiert, sollte sich den Tierbereich genau überlegen. Für die Airboat-Tour würde ich wiederkommen – für das sogenannte Sanctuary ganz sicher nicht.








